Free Radio Network COM-Port Schaltung

Hier wird beschrieben, wie man den Transceiver mit dem PC verbindet. Die linke Platine muss so dicht wie möglich am PC angebracht werden. Die rechte muss nahe am Mikrofoneingang und Lautsprecherausgang des Funkgerätes platziert werden. Über den Transistor wird die PTT gesteuert. Als Kabel benötigt man ein vieradrig abgeschirmtes Kabel (Telefonleitung), um die beiden Platinen zu verbinden. Das Funkgerät kann somit weit entfernt und z.B. am Masten angebracht sein. Beim 9-poligen COM-Port-Stecker ist Pin 4 die Steuerleitung (DTR) und Pin 5 die Masse (GND).

COM-Port connector

Komponenten

Diese Bauteile sind in der Schaltung zu verwenden:

R3 = 330 Ohm (orange, orange, braun)
R4 = 12 Ohm (braun, rot, schwarz)
R5 = 1 kOhm (braun, schwarz, rot)
R6 = 1,5 kOhm (braun, grün, rot)
C2 = 4,7 uF
D3 = 1n4148
T1 = BC549

 

Stecker

2 x 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker für die Soundkarte
1 x 9-pol-SUB-D Stecker für den COM-Port.
Stecker für das Funkgerät (je nach Anschluss)

rig-keying

Hier die Anschlüsse auf den Platinen:
ul = Lautsprecherausgang links tx = Mikrofon (TX) mic = Mikrofoneingang Funkgerät
ur = Lautsprecherausgang  rechts gnd = Masse (GND) gnd = Masse (GND) Funkgerät
ug = Lautsprecherausgang Masse (GND) ppt = Sendersteuerung (PTT) sp = Lautsprecher Funkgerät
ig = Mikrofoneingang (Line IN) Masse (GND) rx = Lautsprecher (RX)
il = Mikrofoneingang (Line IN) links
ir = Mikrofoneingang (Line IN) rechts
c5 = COM-Port Pin 5
c4 = COM-Port Pin 4

 

Eine besseres Interface mit galvanischer Trennung findet man hier beschrieben.

 

Einstellungen im FRN-ClientIdentification

Zunächst klicken Sie an oder ' Einstellungen - > Identifikation '.

 Gateway-Modus Für ein Gateway muss ' Benutzer-Typ ' als ' Gateway ' eingestellt werden. Die ' Transceiver-Einstellungen ' sind entsprechend auszuwählen, das benutzte Band, der Kanal und das verwendete Squelch-System müssen gewählt werden.

Dann auf klicken oder  ' Einstellungen - > Interface ' aufrufen.

Im Fenster ' Radio ' definieren Sie, wie das Programm und der Transceiver auf einander reagieren müssen.

PC an Funkgerät: Wenn das Funkgerät nicht durch den COM-Port gesteuert wird,  ' Benutze VOX des Funkgeräts ' auswählen. In diesem Fall müssen Sie überprüfen, ob die VOX im Funkgerät eingeschalten ist. Abhängig vom Funkgerät und der Soundkarte kann die VOX in leisen Momenten während eines Durchgangs unterbrechen.
Eine bessere Methode zum Steuern der PTT ist die Benutzung des COM-Ports, hierzu wählen Sie ' Benutze USB / COM-Port '. In diesem Fall müssen Sie definieren, welcher Pin benutzt wird, Pin 7 RTS oder Pin 4 DTR. ' Signal hoch '  bedeutet, dass das RTS- bzw. DTR-Signal eine hohe Spannung hat, ' Signal niedrig ' bedeutet, dass das RTS- bzw. DTR-Signal eine niedrige Spannung hat, um die PTT zu schalten.

Funkgerät an PC: Diese Einstellungen sind für das Steuern von FRN durch das Funkgerät vorgesehen.
Wählen Sie den USB / COM-Port, wenn die Steuerung über eine die COM-Schnittstelle erfolgen soll, zum Beispiel durch die Auswertung des Squelch-Signals am Funkgerät (DCD, Squelch-LED, etc.). Dazu stehen die Pin 8 CTS oder Pin 6 DSR zur Verfügung.
Im Allgemeinen wird jedoch die VOX des Programms benutzt.

' Duplex ' im Normalfall abgeschaltet lassen. Dies ist nur für Funkamateure für den Betrieb eines Gateways auf einem Amateurfunk-Repeater nötig.

Die ' Quittungs-Verzögerung '  ist die Zeit in den Millisekunden zwischen dem Ende eines Durchgangs und der lokalen Aussendung des Quittungstons. Diese Zeit ist so kurz wie möglich zu wählen, aber lang genug, um den Squelch der Funkgeräte zu öffnen, die über das Gateway arbeiten. 100 ms reichen in der Regel aus.

Die ' Störungs-Ausblend-Zeit ' ist die Zeit in ms, die das Gateway nach Öffnen der Rauschsperre wartet, bis es ins Internet sendet. Es dient zur Unterdrückung von kurzen Störungen, die nur kurzzeitig die Rauschsperre öffnen. 100 bis 500 ms sind bei Funkgeräten ohne CTCSS angemessen. Für Geräte mit eingeschaltetem CTCSS oder DCS ist dieser Wert auf 000 ms zu setzen.

Die ' COM/VOX-Verzögerung ' ist die Zeit in ms, die die VOX bei Stille noch gehalten wird. Das verhindert das Abfallen der VOX bei absoluter Stille bei geöffneter Rauschsperre. Der Wert sollte bei etwa 500 ms liegen. Niedriege VOX-Pegel verhindern meist bereits ein Abfallen der VOX (s.u.)

Die ' Squelch-Verzögerung ' gibt die Zeit in ms an, welche die Software wartet das Audio-Signal zum Internet zu übertragen, nachdem die Rauschsperre zugefallen ist, denn beim Schließen des Squelch kommt ein kurzes Signal vom Lautsprecherausgang. Diese Verzögerung verhindert das Prellen des Systems, d.h. das ständige Auftasten des Gateways. Setzen Sie den Wert zunächst hoch an (1000 ms) und verringern ihn dann schrittweise. CB-Geräte benötigen oft 600 ms, während PMR-Geräte bereits mit 100 ms zufrieden sind.

Auf der rechten Seite kann der 'VOX-Pegel' eingestellt werden, sowohl für das Einschalten der VOX, als auch für das Ausschalten, um eine bessere Anpassung an das Funkgerät zu erhalten. Dabei den 'VOX-Pegel' (sowohl 'ein' als auch 'aus') so niedrig wie möglich einstellen, damit auch bei Sprechpausen die VOX nicht abfällt und erst mit dem Schließen der Rauschsperre beendet wird.

Die Checkbox 'Decode DTMF' ermöglicht die Fernschaltung des Gateways per DTMF-Tönen (siehe Kapitel 12).

Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden, kann dieses Fenster mit ' OK ' geschlossen werden.

Weitere Hinweise findet man unter Einrichtung eines FRN-Gateways.